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1. HPN Owners Club-Treffen

Eine Fahrt nach Berlin ist nicht nur der Traum eines jedes Fußballprofis. Auch die Mitglieder des neu gegründeten HPN Owners Club e.V. nutzten die Vorzüge der deutschen Hauptstadt für ihr erstes Treffen. Nach der Gründung des Clubs am 2.12.2006 in Seibersdorf, wurde Berlin als Hauptsitz des Clubs der HPN Jünger auserkoren.

Doch eine Veranstaltung der HPN Owners ohne artgerechtes Bewegen der Rallyboxer ist natürlich undenkbar. In akribischer Kleinarbeit hat der Vorstand unzählige Sand - und Schotterpisten rund um Berlin erkundet und ein aufwändiges Roadbook erstellt. Den technischen Support der Tour übernahm spontan die Firma MTS Motorrad Technik Südpfalz aus Landau und stellte damit sicher, dass alle möglichen Sturz- und Verschleißteilen vor Ort waren. Doch bevor es offroad ging, wurde am Abend vorher das Meilenwerk in Berlin besucht. Hier können viele historischen Fahrzeuge bewundert werden, von denen einige sogar käuflich zu erwerben sind. Zudem beheimatet das Meilenwerk auch ein Restaurant mit vorzüglicher italienischen Küche.

Am nächsten Morgen dann Briefing. Den Teilnehmern wurde noch mal klar gemacht, was sie von dem Tag zu erwarten haben und worauf zu achten ist. Jeder Fahrer hatten die Wahl mit Tourguide oder per eigener Navigation auf die Strecke zu gehen. Von der ultraleichten Sport HPN bis hin zum originalen Rallyeboxer, der R900RR sah man so ziemlich jedes HPN Modell am Start.

Zuerst ging es durch Berliner Vororte, dann folgten die ersten Pisten durch grüne Alleen. Später kamen einige Schotterpisten unter die Stollenräder, die an malerischen, tiefblauen, idyllisch gelegenen Seen vorbeiführten. Dann ging es entlang einiger alter Panzerpisten zu einem Pferdegestüt. Hier wartete auf die teilweise schon abgekämpften Fahrer das Mittagessen. Spargel in allen möglichen Kreationen verwöhnte die Gaumen. Nach der Pause dann statt Mittagsschläfchen die wohl schwerste Herausforderung für Enduristen: knietiefer, weicher Sand. Die Trockenheit der letzten Wochen sorgte für mehr Sand als sonst üblich und trieb so manchem Fahrer den Angstschweiß auf die Stirn. Die Tourguides nannten die Gegend sinnigerweise die „brandenburgische Wüste“. Nach der "Wüste" wurde die Streckenführung etwas weniger fordernd. Einige Waldpassagen beendeten dann die Offroad-Rundfahrt. Der Tageskilometerzähler zeigte die Zahl 250 an.

Für den nächsten Tag hatten sich die Organisatoren nochmals eine fahrerische Steigerung ausgedacht. Auf der Motocrosspiste des MCC Schenkenhorst gab es die Möglichkeit, die schweren HPN Boxer sportlich in wüstenähnlichem Geläuf zu bewegen. Die tiefsandigen Passagen forderten jedoch auch hier ihren Tribut und ließen fast alle Fahrer mindestens einmal zu Boden gehen. Außer einer kleinen Platzwunde gingen die zahlreichen Stürze aber glimpflich ab. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer einig, dass die HPN Owners Enduro Tour ein fester Bestandteil eines jeden Boxerenduristen sein sollte. Über die nächste offroadtaugliche Location wird deshalb schon heftig im HPN Owners Club diskutiert.

Text und Fotos: Timo Rokitta

 

 

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